Route der Industrie

Die Region Köln gilt als eine der größten und traditionsreichsten Industrieregionen Deutschlands. Vielfältige Standortvorteile machen die Region für mehr als 5.000 Unternehmen der verschiedensten Branchen so attraktiv. Auf einer Route der Industrie in den Kölner Norden erwartet die Besucher und Besucherinnen mit der Linie 3 der Nacht der Technik ein spannender Querschnitt durch den Industriestandort Köln.

 

HKG, RheinCargo und CTS öffnen die Tore im Niehler Hafen

Die unmittelbare Lage am Rhein gehört zu einem jener Standortvorteile. Bei der nächtlichen Busrundfahrt über das größte der Kölner Hafengelände in Niehl spürt man die Bedeutung der Stadt als Handelsmetropole. Besucher können hier hautnah miterleben, wie Container mit Hilfe riesengroßer Portalkräne auf Schiff oder Eisenbahn verladen werden. Groß, größer, am größten: Das ist die Devise der Hafen-Technik. Denn nur die Giganten der Verladegeräte, wie der Reach-Stacker, sind in der Lage, tonnenschwere Container mühelos wie Legosteine umzuschlagen. Eine Aufgabe, die von den Logistikern der HGK, RheinCargo (RC) und CTS minutiös und bis ins Detail geplant wird.

 

Am Feuerraum der Restmüllverbrennung – AVG speist 350 Millionen Kilowattstunden in Kölner Netze

Ein weiteres Unternehmen von zentraler Bedeutung sitzt ebenfalls in Niehl. Nämlich die Restmüllverbrennungsanlage Köln. Sie ist ein wichtiger Baustein der Kölner Abfallwirtschaft. Jährlich werden hier über 700.000 t Reste aus Hausmüll, Sperrmüll und Gewerbeabfall verbrannt. Mit dem erzeugten Strom können nahezu 250.000 Menschen versorgt werden. Während der Nacht der Technik haben Besucher die einmalige Möglichkeit, einen Blick in das Herzstück der Anlage – den Feuerraum – zu werfen. Eine weitere Besonderheit ist das duale Anliefersystem. In Niehl kommt der Abfall nämlich per Bahn und LKW: Dieses System ist einzigartig in ganz Deutschland. Einmalig ist auch die integrierte Aufbereitungsanlage, in der Magnetabscheider Metalle separieren und der Abfall durch intensive Vermischung zu einem möglichst homogenen Brennstoff wird.

 

BUCHEN – Automatisierte Industriereinigung mit Hochdruck und Robotertechnik

Wo Verbrennungsanlagen, Raffinerien, Chemiebetriebe und Unternehmen der Schwerindustrie arbeiten, muss auch jede Menge für die Sicherheit getan werden. Eine dieser wichtigen Aufgaben ist die Reinigung und Instandhaltung von Anlagen. Die Firma Buchen hat sich genau auf diese Aufgaben spezialisiert. Natürlich verfügt die „Putzkolonne“ von Buchen über eine breite Palette der verschiedenen Reinigungsmöglichkeiten – und zwar hochtechnisiert und automatisiert. Hochdruckpumpen, Robotertechnik und Hochdruckkombitechnik – all das gibt’s während der Nacht der Technik zu sehen. Außerdem: imposante Fahrzeuge der Sonderentsorgungsab-teilung für Gefahrstofftransports und die Entsorgungswirtschaft. Denn die Sanierung von Schadstoffen ist eine weitere Kernkompetenz von Buchen.

 

Linde in Worringen – Hier geht es „heiß“ her

Eine andere Branche, die die Region stark gemacht hat, ist die Chemieindustrie. Während der Werksführung bei Linde dreht sich alles um Acetylen. Das universelle Brenngas, das für das Schweißen und Schneiden unentbehrlich ist, wird beispielsweise beim Bau von Windkrafträdern oder Baukränen benötigt. Was technische Gase noch so alles leisten können, demonstrieren die Spezialisten von Linde mit Hilfe brandheißer Experimente. Natürlich darf auch eine Sicherheitsunterweisung nicht fehlen: Denn Acetylen verfügt über die höchste Flammentemperatur und Flammenleistung und das bei höchster Zündgeschwindigkeit.

 

Die Hauptwerkstatt Schienenfahrzeuge der KVB

Auch die Anbindung an Verkehrswege spielt für einen Industriestandort eine entscheidende Rolle. Im Personennahverkehr kümmert sich die KVB darum, dass jeder von A nach B kommt. Um den „Check-up“ der 382 Stadtbahnen und weiteren Schienenfahrzeuge kümmert sich dann die Hauptwerkstatt der KVB. Im Industriedenkmal des berühmten Kölner Architekten Wilhelm Riphahn pulsiert das technische Leben. Denn dort werden alle Schienenfahrzeuge betreut, wenn mehr als die tägliche Wartung ansteht. Ob Hauptuntersuchung, Beseitigung von Unfallschäden oder Umbau der Stadtbahnen der Serie 2100 zu neuwertigen Stadtbahnen der Serie 2400. Besucher und Besucherinnen können hier vom Rad bis zu den Dächern alles inspizieren.