Medizintechnik in der Gesundheitsregion Köln

Vier Krankenhäuser bilden eigenen Technikschwerpunkt 

OP-Roboter, medizinische Simulationszentren, Bildgebende Verfahren, Fluoreszenztechnik, Roboterprothesen, Laborausstattung – spektakuläre neue technische Möglichkeiten werden von medizinischen Experten vorgestellt, denn auch medizinisches Fachpersonal muss heute längst auch über eine gehörige Portion Technik-Sachverstand verfügen. Gleich vier Krankenhäuser bilden in der Nacht der Technik einen ganz eigenen Themenschwerpunkt zur Zukunft von Therapie, OP-Verfahren und Diagnostik. Wer hinein taucht wird begeistert sein. Die Entwicklungen im Gesundheitssektor schreiten rasant voran und die Besucher und Besucherinnen werden sich wundern, wie Technik zum Wohle der Patienten eingesetzt wird.

 

Von außen Unsichtbares sichtbar machen im Krankenhaus Merheim

Bildgebende Verfahren stehen im Krankenhaus Merheim auf dem Programm. Seit der Entdeckung der Röntgenstrahlen Ende des 19. Jahrhunderts hat die Radiologie einen Quantensprung gemacht. Heute sind modernste Mikroskope sogar in der Lage, verschiedenste Gehirn- und Rückenmarkserkrankungen mittels Fluoreszenstechnik aufzudecken. Ein Verfahren, das übrigens in der Klinik Merheim zusammen mit Partnern aus der Industrie entwickelt wurde. Doch dies ist nur eine von vielen technischen Methoden, mit denen die Medizinisch-Technischen Radiologieassistenten von außen Unsichtbares sichtbar machen. Einmal den MRTAs über die Schulter schauen und Durchblick per Hightech gewinnen – im Krankenhaus Merheim zur Nacht der Technik kein Problem.

 

Mit Licht gegen Demenz im St. Marien-Hospital

Auch der Besuch im St. Marienhospital eröffnet interessante Einblicke in die Hightech-Welt eines Krankenhauses. Denn hier spielt Technik bei Diagnostik, Therapie und Pflege eine zentrale Rolle. Auch dort, wo man es vielleicht nicht erwartet. Wer ganz ohne Skalpell einen Blick in das Innere des Körpers werfen, spezielle Beleuchtungskonzepte für die Behandlung von Demenz kennenlernen oder wissen will, wie Beatmungsmaschine und Defibrillator zur Wiederbelebung eingesetzt werden, sollte eine Visite im Akademischen Lehrkrankenhaus der Universität Köln ins Auge fassen. Oben drauf gibt es noch einen Lungenfunktions-Test und die Möglichkeit, im Age Man in die Haut eines alten Menschen zu schlüpfen.

 

Im SkillsLab der Uniklinik Köln mit trainieren!

Mit 375.000 Patienten, über 10.900 Beschäftigten und 540 Ausbildungsplätzen gehört das Kölner Universitätsklinikum zum größten Arbeitgeber und Ausbildungsträger der Stadt. Um erlernte Theorien in die Praxis umzusetzen, trainieren Studierende und Beschäftigte der Uniklinik realitätsnahe Situationen aus dem klinischen Alltag im Kölner Interprofessionellen SkillsLab (KISS). Während der Nacht der Technik können Besucher hier selber den Umgang mit Kanülen und Injektionen, komplexen Notfallsituationen und modernen Narkoseeinleitungen probieren. Mit welchem technischen Aufwand ein Patient von der Notaufnahme über die OP bis zur Intensivstation versorgt wird zeigt dieses Simulationszentrum.

 

Präziser als die menschliche Hand – der Da Vinci OP-Roboter

Den Ersten seiner Art in der Region kann man im Evangelischen Krankenhaus Bergisch Gladbach bestaunen. Die Rede ist von einer der spektakulärsten Innovationen in der OP-Technik – dem Da Vinci OP-Roboter. Da Vinci, der präziser als die menschliche Hand arbeitet, kann mit Hilfe kleinster Schnitte große Eingriffe im Bauchraum vornehmen. So führen Chirurgen im Evangelischen Krankenhaus Bergisch Gladbach statt des Skalpells nun mit Hilfe von Joystick und Pedalen modernste OP-Instrumente. Und die Experten des Evangelischen Krankenhauses Bergisch Gladbach präsentieren zur Nacht der Technik noch weitere innovative OP-Verfahren aus dem Bereich der Gefäßchirurgie.