AVG Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln mbH
Geestemünderstr. 23
50735 Köln

Unternehmen
Was passiert eigentlich mit dem Müll, der täglich in unseren Abfalleimer wandert? Und wie verschwindet das nutzlose alte Sofa? In den Kesseln der Restmüllverbrennungsanlage der Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft (AVG) verbrennen Hausmüll, Sperrmüll und alles, was aus den Sortieranlagen für Gewerbe- und Baustellenabfall kommt. Doch bei der Müllverbrennung geschieht mehr als einfach nur die Beseitigung von Abfall. Die Restmüllverbrennungsanlage Köln ist außerdem ein Kraftwerk. Die Abwärme aus dem Kessel wird als Ferndampf und Strom genutzt. Die Turbinen-Generator-Einheit erzeugt soviel Energie, dass neben dem Eigenbedarf der AVG fast 80 Prozent in das kommunale Netz eingespeist werden können. Im Jahr 2008 waren das rund 360 Millionen Kilowattstunden als Dampf bzw. Strom. Soviel Energie kann mehr als 120.000 Zwei-Personen-Haushalte mit Strom versorgen. Der Dampf wird in der Regel zur direkten Nutzung zur Nachbarin, der Ford-Werke AG, weitergeleitet. Der Strom wird im nahen Kraftwerk Merkenich eingespeist und dann über das Netz der RheinEnergie AG verteilt. Damit ist die Restmüllverbrennungsanlage Teil des Versorgungsnetzes der Stadt Köln und trägt zur Sicherung der Energieversorgung bei. Das ist umwelt- und klimafreundlich. Vor allem, wenn man bedenkt, dass der Müll zu einem Teil aus erneuerbaren Energieträgern besteht. Damit bei der Verbrennung die Luft nicht unnötig belastet wird, arbeitet die Müllverbrennung mit einer aufwändigen Abgasreinigung in fünf Reinigungsstufen. So verlässt das Abgas die Anlage weit unter den einzuhaltenden Messwerten. Und der Umweltschutz geht noch weiter: Auch das Regenwasser auf den Dächern der Gebäude des gesamten Geländes wird aufgefangen und in das Brauchwassernetz der AVG eingespeist.
Müllanlieferung per Bahn ©AVG

Müllanlieferung per Bahn ©AVG

Programm
Auf einem Rundgang durch die Anlage können Sie verfolgen, was mit dem Abfall passiert: Bei der Anlieferung per LKW und Bahn geht es geschäftig zu. Da muss alles genau nach Plan laufen. Danach geht es weiter zur Besichtigung der Müllaufbereitung. Metalle werden mit dem so genannten Magnetabscheider vom restlichen Müll getrennt werden. Außerdem wird hier der Müll gleichmäßig durchmischt, so dass ein einheitlicher Brennstoff entsteht. Auch verschiedene Müllbunker können inspiziert werden. Im Tagesmüllbunker werden die verschiedenen Müllsorten, zum Beispiel Haus- und Gewerbeabfälle, getrennt angenommen und aufbewahrt. Denn jede Sorte muss speziell für die Verbrennung vorbereitet werden. Im zweiten Bunker wird Müll gesammelt. So ist sichergestellt, dass Müll zur Verbrennung vorrätig ist, auch außerhalb der Anlieferzeiten. Spektakulär für die Besucher ist der Blick ins Feuerherz des Kessels. Bei Temperaturen von bis zu 1.200 C° wird der Müll innerhalb einer Stunde zu Asche. Riesige Walzenroste sorgen für einen reibungslosen Ablauf. Hinter all dem steckt eine komplexe Technologie. Und die muss natürlich überwacht und gesteuert werden. Welche Verantwortung die Fachleute vor Ort haben und wie das alles funktioniert, erfahren Sie bei einem Blick in die Leitwarte. Dass in der Anlage mehr passiert als Müllverbrennung, sehen Sie spätestens in der Energiezentrale. Hier können Sie alles über die Kraft-Wärme-Kopplung erfahren, also wie die Verbrennungswärme in nutzbare Energie verwandelt wird.
Blick in die Feuerungsanlage ©AVG

Blick in die Feuerungsanlage ©AVG

Auch das Thema Abgas und Luft wird hier nicht vernachlässigt. An dieser Station wird erklärt, wie das ausgefeilte Lüftungskonzept funktioniert, damit die Nachbarschaft frei von Gerüchen bleibt. Die gesamte Anlage wird im Unterdruckverfahren betrieben. Dadurch dringt keine Luft nach außen und sie kann genutzt werden, um die Kessel mit Sauerstoff zu versorgen. Wer die Eindrücke noch mal vertiefen will, kann sich die Filme »Wie aus Abfall wertvolle Güter entstehen« und »Energie aus Abfall« ansehen. Sie veranschaulichen auch für Schulkinder verständlich, wozu Müll genutzt werden kann. Die Jazzkapelle Junge us em Levve wird ihr stimmungsvolles Liveprogramm zum Besten geben. Zu Gast auf dem Gelände der AVG ist außerdem die Firma Buchen. Hier können Sie erleben, welche Techniken zur Kanalinspektion eingesetzt werden. Für alle, die sich für die Automobilentwicklung interessieren, gibt es außerdem die Möglichkeit, mit einem Pendelbus direkt zum Bertrandt Ingenieurbüro zu fahren.

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PROGRAMM
18.30-23.30 alle 30 Minuten
Führung durch die Restmüllverbrennungsanlage
Max. 20 Personen
18.00-24.00 Live-Musik mit
Junge us em Levve
18.00-24.00 Videoprogramm

BITTE BEACHTEN
Rollstuhlfahrer nach vorheriger Anmeldung möglich

SHUTTLEBUS
Alle 15 Minuten AVG / Bertrandt
und zurück

TOUR 2
Weitere Informationen zum Shuttle hier.

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